Voll der Osten


Voll der Osten

Artikel-Nr.: 978-3-89773-856-0
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Voll der Osten / Totally East

Leben in der DDR / Life in East Germany

von Harald Hauswald (Fotos) und Stefan Wolle (Text)

 

Deutsch / Englisch

Broschur, 128 Seiten, mehr als 100 Fotos

Format: 16,5 x 24 cm

Gewicht: 403 g


Voll der Osten – so heißt eine Fotoausstellung über das Leben in der DDR, die ein überwältigendes Medienecho auslöste. 2018 wurde sie auf die Reise durch ganz Europa geschickt.

Das vorliegende Buch bildet die komplette Ausstellung ab: die – teils weltberühmten, teils noch weithin unbekannten – Bilder des renommierten Fotografen Harald Hauswald und die begleitenden Texte des Historikers Stefan Wolle. In kurzen Interviews, die dem Leser durch QR-Codes verfügbar gemacht werden, erzählt Hauswald über die Entstehung ausgewählter Fotografien.

Voll der Osten zeigt Szenen eines Alltags, an den sich drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR kaum noch jemand erinnert.

 

Harald Hauswald, 1954 in Radebeul geboren, beendet in Dresden eine Fotografenausbildung und zieht 1978 nach Ost-Berlin. Dort streift er in den achtziger Jahren durch die Straßen und fotografiert, was andere Fotografen übersehen oder für uninteressant halten: Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzen. "Im Mittelpunkt steht der Mensch", heißt einer der Grundsätze des Sozialistischen Realismus. Harald Hauswald verwirklicht diesen Anspruch auf eigene Weise. Dafür bekommt er in der DDR keinen Kunstpreis, sondern Ärger mit der Obrigkeit. Natürlich fotografiert Hauswald auch verfallene Fassaden oder Schlangen vor Lebensmittelläden. Doch seine Fotografie ist weniger subversiv und viel mehr eine Liebeserklärung an die Menschen in der DDR. Zwischen den Fotografierten und dem Fotografen entsteht für einen kurzen Moment eine fast zärtliche Beziehung, die sich bis heute auf den Betrachter überträgt. Hauswalds Bilder prägen unser Bild der späten DDR und werden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

Stefan Wolle, 1950 in Halle / Saale geboren, legt 1969 in Berlin das Abitur und die Facharbeiterprüfung als Buchhändler ab. Ab 1971 studiert er Geschichte und Germanistik an der Ost-Berliner Humboldt-Universität. Die muss er 1972 wegen kritischer politischer Äußerungen verlassen, um sich ein Jahr "in der Produktion zu bewähren". Nach Wiederaufnahme und Abschluss des Studiums arbeitet er an der Akademie der Wissenschaften. Dort promoviert Wolle 1984 über die deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen um 1800. Nach dem Mauerfall wird Wolle Sachverständiger für die Stasi-Akten am Runden Tisch und im März 1990 Mitherausgeber von "Ich liebe euch doch alle", der ersten Stasi-Dokumentensammlung, die zum letzten Bestseller der DDR wird. In der Folge arbeitet der Historiker u. a. an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin. Seit 2005 ist Wolle wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin. Bekannt wird er vor allem durch die Trilogie "Die heile Welt der Diktatur". Viele Leser schätzen die lebendige und lebensnahe Darstellung der DDR, die sowohl aus den Quellen wie auch aus der eigenen Erfahrung schöpft.

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